72 Stunden - und ich bin live dabei!

"72 Stunden ohne Kompromiss ist die größte Jugendsozialaktion Österreichs. Zeitgleich in ganz Österreich werden mehr als 5000 Jugendliche in 350 einzelnen Projekten zeigen, dass viele helfende Hände in nur 72 Stunden Großartiges bewirken können. "

In Oberösterreich versuchen 56 Projekt-Teams mit insgesamt 600 Jugendlichen, ein Projekt in 72h auf die Beine zu stellen - um somit die Welt ein kleines Stück besser zu machen.
Heute fiel der Startschuss und ich war natürlich auch in einem Team mit dabei. Unser Projekt: Renovierung des SV-Traktes. (eine Art WG-Wohnung, die der kj gehört und Schlafplätze für bis zu 20 Personen bietet)

Erster Punkt auf der ToDo-Liste:
Hinter dem Haus haben sich Unmengen an Blättern und Ästen angesammelt, die über die Jahrzehnte zu Kompost zerfallen sind. Kompost ist zwar ne super Sache, wenn er nur nicht gerade 30 Zentimeter hoch liegt und das Wasser dadurch nicht mehr abrinnen kann. Das gefällt der Hausmauer natürlich gar nicht, und das hat sie auch mit nassen Schimmelflecken auf der anderen Seite deutlich gezeigt. Also: Den ganzen Mist wegschaufeln. 5 Stunden, 20 Schubkarren voller Mist und 20 Blasen an den Händen später war er dann abgetragen, und wir fünf völlig am Ende.

Denn schon allein das Umdrehen in dieser engen "Schlucht" war eine logistische Herausforderung.
(Der Haken im Bild hat einer Kollegin übrigens ein wunderschönes Cut auf die Stirn gezaubert)

Aber keine Zeit zum Ausruhen:

Punkt 2 auf der Liste ruft!
Das Flachdach ist völlig mit Moos überwuchert, weshalb sich auch hier das Wasser staut - mit demselben Effekt wie an der Hausmauer. Also: Rauf auf's Dach und runter mit dem Moos. Keine Ahnung, wie soviel von dem grünen Zeug auf ein Hausdach passt, denn das müssen ja schon Tonnen gewesen sein. Aber nach gut 2 Stunden hat das Moos den Kürzeren gezogen und wir sind als Sieger vom Dach gekommen. Nun türmt sich das Moos auf einem riesigen Haufen unter dem Dach und keiner weiß, wohin damit. Wir hoffen einfach alle auf die kleinen Zwerge, die das Zeug in der Nacht abholen, wenn keiner hinsieht.



Dann noch Pläne für die nächsten 2 Tage geschmiedet und jetzt sitz ich mit mega-Muskelkater vorm PC. Zu tun ist noch einiges: Neues Dach rauf, Dachluke in die Decke montieren, Ausmalen und, und, und.

Also: Praktikum bei der kj kann echt abwechslungsreich sein =)
Ich war jedenfalls sehr froh darüber, einen Tag mal nicht im Büro sitzen zu müssen. Und ein wenig körperliche Arbeit soll ja auch nicht schaden. (auch, wenn es sich gerade sehr danach anfühlt)

22.10.08 19:25

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